Überstunden berechnen, mit Ausgleich und Auszahlung
45 Stunden gearbeitet, 40 im Vertrag, und das vier Wochen lang. Der Rechner zeigt die Überstunden, den Freizeitausgleich in Tagen und die Auszahlung mit Zuschlag. Dazu ein Richtwert-Check gegen das Arbeitszeitgesetz.
Wie berechnet man Überstunden?
Gearbeitete Stunden minus vertragliche Stunden, mal die Anzahl der Wochen. Bei 45 statt 40 Stunden sind das 5 Überstunden pro Woche, in vier Wochen 20 Stunden. Als Freizeitausgleich sind das bei einem 8-Stunden-Tag 2,5 Tage. Als Auszahlung gilt: Stunden × Stundenlohn × (1 + Zuschlag).
Kurz gesagt
- 20 Überstunden bei 40 Stunden Vertrag entsprechen 2,5 freien Tagen.
- 20 Stunden zu 20 € Stundenlohn und 25 % Zuschlag sind 500 € brutto.
- Einen gesetzlichen Überstundenzuschlag gibt es nicht. Er kommt aus Vertrag oder Tarifvertrag.
Überstundenrechner: Stunden, Tage und Euro
Das Ergebnis aktualisiert sich bei jeder Eingabe. Es wird nichts gespeichert und nichts verschickt.
Keine Rechtsberatung, keine Lohnabrechnung und keine Steuerberatung. Brutto-Betrag ohne Abzüge. Der Freizeitausgleich rechnet mit einer Fünftagewoche.
Was sind Überstunden und was ist Mehrarbeit?
Überstunden sind Stunden über der Arbeitszeit, die im Vertrag steht. Wer 38 Stunden vereinbart hat und 41 arbeitet, hat 3 Überstunden. Mehrarbeit meint im engeren Sinn Arbeit über der gesetzlichen Grenze des Arbeitszeitgesetzes, also über 8 Stunden pro Werktag. Im Alltag verwenden viele beide Wörter für dasselbe, und Tarifverträge definieren sie teils anders. Im Zweifel zählt, was bei Ihnen vereinbart ist.
Freizeitausgleich oder Auszahlung?
Überstunden werden entweder in Freizeit ausgeglichen oder bezahlt. Viele Betriebe führen dafür ein Zeitkonto: Mehrstunden werden gutgeschrieben und später abgebaut. Andere zahlen sie mit der nächsten Abrechnung aus. Welcher Weg gilt, steht im Arbeitsvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag. Der Rechner zeigt beide Wege nebeneinander, damit Sie vergleichen können.
- Freizeitausgleich: Überstunden geteilt durch die Stunden eines Arbeitstags. Der Rechner nimmt Vertragsstunden ÷ 5, bei 40 Stunden also 8.
- Auszahlung: Überstunden × Stundenlohn × (1 + Zuschlag). Das Ergebnis ist ein Brutto-Betrag.
Ist nichts vereinbart, kann nach § 612 BGB trotzdem eine Vergütung geschuldet sein, wenn Überstunden den Umständen nach nur gegen Bezahlung zu erwarten sind. Ob das bei Ihnen zutrifft, hängt vom Einzelfall ab.
Gibt es einen Überstundenzuschlag?
Einen allgemeinen gesetzlichen Zuschlag für Überstunden gibt es in Deutschland nicht. Ein Zuschlag, zum Beispiel 25 %, gilt nur, wenn Vertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag ihn vorsehen. Deshalb steht er im Rechner auf 0 %, und Sie tragen ihn nur ein, wenn er bei Ihnen vereinbart ist.
Sind Überstunden mit dem Gehalt abgegolten?
Manche Verträge sagen, dass Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind. Solche pauschalen Klauseln sind nur begrenzt zulässig. Sie müssen transparent sein, also erkennen lassen, wie viele Überstunden gemeint sind. Eine Klausel ohne klare Grenze ist oft angreifbar. Manche Verträge haben außerdem Ausschlussfristen, nach denen Ansprüche verfallen, wenn sie nicht rechtzeitig geltend gemacht werden. Ob das auf Sie zutrifft, prüft am besten eine Rechtsberatung.
Was sagt das Arbeitszeitgesetz?
Nach § 3 ArbZG darf die tägliche Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden pro Werktag nicht überschritten werden. Werktage sind Montag bis Samstag, das sind bei 8 Stunden rechnerisch 48 Stunden pro Woche.
Der Rechner nutzt diese Zahl als einfachen Richtwert: Liegt Ihr Durchschnitt pro Woche über 48 Stunden, bekommen Sie eine Warnung. Zwischen 40 und 48 Stunden weist er darauf hin, dass der Ausgleich über 24 Wochen eingehalten werden muss. Das ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Tarifverträge und Sonderregeln, etwa für Jugendliche oder bestimmte Branchen, können abweichen.
Arbeitszeit erfassen statt schätzen
Überstunden lassen sich nur belegen, wenn die Arbeitszeit aufgeschrieben wird. Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13.09.2022 müssen Arbeitgeber Arbeitszeiten erfassen. HR FLARE ist kostenlos startbar und erfasst die Anwesenheit: Mitarbeiter stempeln im Browser oder am Handy ein und aus.
Häufige Fragen zu Überstunden
Was ist der Unterschied zwischen Überstunden und Mehrarbeit?
Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?
Müssen Überstunden bezahlt werden oder gibt es Freizeitausgleich?
Sind Überstunden mit dem Gehalt pauschal abgegolten?
Wie viele Stunden darf man nach dem Arbeitszeitgesetz arbeiten?
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Arbeitszeit sauber festhalten
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